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Behandlungskosten und Übernahme durch Krankenkassen und Versicherungen

 

1.Regelungen für gesetzlich krankenversicherte Patienten

Bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr werden die Kosten für die kieferorthopädische Behandlung übernommen, wenn das Ausmaß der Fehlstellung ein bestimmtes, vertraglich festgelegtes Maß überschreitet (Kieferorthopädische Indikationsgruppe= KIG muss größer als Stufe 2 sein).

Die Eltern bezahlen während der Behandlung einen Eigenanteil von 20% bzw. 10% (bei mehreren in Behandlung befindlichen Kindern), der bei erfolgreichem Abschluss von der Krankenkasse zurückerstattet wird.

Es werden die Leistungen bezahlt, die im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen festgelegt sind. Außerhalb dieses Katalogs existieren viele Behandlungsmethoden, die mit dem wissenschaftlichen Fortschritt und der technischen Entwicklung der Zahnheilkunde kontinuierlich verbessert werden. Dadurch wird die Behandlung angenehmer für den Patienten sowie ästhetischer durch weniger auffallende Apparaturen. Häufig kann auch auf das Entfernen von Zähnen verzichtet werden. Diese Möglichkeiten und die dafür entstehenden Kosten werden Ihnen im Beratungsgespräch erläutert.

Bei Erwachsenen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, werden die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung nur dann übernommen, wenn es sich um eine skelettale Fehlbildung handelt, deren Behandlung ein gemeinsames Vorgehen des Kieferorthopäden und Kieferchirurgen notwendig macht.

Alle anderen kieferorthopädischen Maßnahmen werden bei Erwachsenen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

 

2. Regelungen bei den Privaten Krankenversicherungen

Bei Kindern werden die Behandlungskosten erstattet, wenn die Behandlung medizinisch notwendig ist. Dafür wird zu Beginn ein Behandlungsplan erstellt, der der Versicherung vorzulegen ist. Die Beihilferichtlinien sehen meistens eine Erstattung der Leistungen vor, die denen der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Es kann auch bei privat versicherten oder beihilfeberechtigten Patienten vorkommen, dass nicht das ganze Leistungsspektrum der modernen kieferorthopädischen Behandlung bezahlt wird und dass ein Eigenanteil zu erbringen ist.

Bei Erwachsenen, die privat versichert sind, gilt ebenso das Prinzip der medizinischen Notwendigkeit. Die privaten Versicherungen erstatten im Allgemeinen einen Anteil der Behandlungskosten. Das hängt jedoch von den individuellen Verträgen des Versicherten ab. Bei beihilfeberechtigten und damit zum Teil privat versicherten erwachsenen Patienten werden die Kosten für kieferorthopädischen Behandlung von der Beihilfe meist nur in den Fällen übernommen, bei denen eine schwere Kieferfehlbildung vorliegt, die eine kombiniert kieferorthopädisch- kieferchirurgische Behandlung erfordern. Ansonsten erstatten die Beihilfen keine Behandlungskosten für Kieferorthopädie bei Erwachsenen.