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Kieferorthopädische Prophylaxe und Frühbehandlung

Fehlentwicklungen im Zahn- und Kieferbereich können erblich bedingt oder erworben sein. Bei vielen Zahn- und Kieferfehlstellungen ist eine genaue Unterscheidung nicht immer möglich, oft  ist die Ursache multifaktoriell bedingt, also durch eine Kombination der verschiedenen Einflüsse entstanden.
Es muss das Bestreben der Prophylaxe sein, eindeutige äußere Ursachen für Fehlstellungen zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen.
Es gibt auch Einflüsse auf die regelrechte Gebissentwicklung, die bereits vorgeburtlich auftreten können, wie Infektionen der Mutter (Röteln, Poliomyelitis), Mangelernährung, Sauerstoffmangel, Strahleneinwirkung, Giftstoffe und auch Medikamente.

Vorbeugung (Prophylaxe)

Maßnahmen, die der Prophylaxe von Zahn- und Kieferfehlstellungen dienen:

  • Bei Flaschenernährung Benutzung von anatomisch geformten Saugern
  • Abgewöhnen schädlicher Gewohnheiten wie Daumen- und Fingerlutschen,
    Nuckel nach dem 3. Lebensjahr, Lippenbeißen, ständiges Benutzen der Nuckelflasche
  • Ermöglichen einer normalen Nasenatmung und Verhindern der Mundatmung ggf. in Zusammenarbeit
    mit HNO- Arzt, Herstellen eines zwanglosen Mundschlusses
  • Abstellen von Zungenfehlfunktionen (Zungenlutschen – pressen, falsches Schlucken sowie Sprachstörungen (Lispeln, Anstoßen der Zunge)
  • Kariesprophylaxe und Vorbeugen des vorzeitigen Milchzahnverlustes durch Ernährungslenkung und Einschränken des Zuckerkonsums: Heute sehr bedeutsam, da durch sog. Nuckelflaschenkaries schon bei sehr kleinen Kindern starke Gebisszerstörungen auftreten. Frühzeitige Milchzahnverluste führen zu:
  • Einengung des Raumes für die später durchbrechenden bleibenden Zähne
  • Entwicklungshemmungen in den betroffenen Kieferabschnitten und im gesamten Kiefer und
    Entstehen falscher Bisslagen
  • Wanderung und Kippung der Nachbarzähne
  • Durchbruch der bleibenden Zähne an der falschen Position
  • Verlust der vertikalen Abstützung der Kiefer zueinander

Kieferorthopädische Frühbehandlung
Unter Frühbehandlung versteht man die Behandlung im Milchgebiss und in der 1. Wechselgebissphase
Frühbehandlung ohne Zahnspangen:

  • Abstellen schlechter Gewohnheiten
  • Einschleifen der Milchzähne bei dental geführten Zwangsbissen
  • Muskeltraining bei muskulären Fehlfunktionen

Frühbehandlung mit Zahnspangen:
Behandlungen im Milchgebiss und frühem Wechselgebiß:

  • bei Lippen-  Kiefer- Gaumenspalten
  • bei Kreuzbissen mit Seitwärtsverschiebung des Unterkiefers
  • Überentwicklung des Unterkiefers (Progenie)
  • Lückeneinengung nach vorzeitigem Milchzahnverlust
  • Bei großen Schneidezahnstufen

Die Behandlung ist sinnvoll, um eine weitere Ausprägung der Fehlstellung zu
verhindern  und die Gebissentwicklung günstig zu beeinflussen